„Wir entwickeln unsere Druckkopf- und Tintentechnologie ständig weiter“

Frank Schenk Epson Deutschland GmbH edit

Frank Schenk ist Head of Commercial & Industrial Printing bei der Epson Deutschland GmbH in Meerbusch. (Bild: Epson)

Mit dem Surecolor SC-V7000 hat Epson vor kurzem ein neues Drucksystem vorgestellt, das für den Hersteller von besonderer Bedeutung ist: Denn der SC-V7000 markiert für das Unternehmen den Einstieg in den großformatigen UV-Flachbettdruck. Sign&Print hat mit Frank Schenk, Head of Commercial & Industrial Printing der Epson Deutschland GmbH über Hintergründe und Positionierung des Systems gesprochen.

 

S&P: Herr Schenk, Epson war bisher vor allem für seine Rollendrucksysteme bekannt, mit dem SureColor SC-V7000 haben Sie nun aber erstmals einen UV-Flachbettdrucker ins Portfolio aufgenommen. Was waren die Gründe für den Einstieg in den Flachbettdruck-Markt?
Frank Schenk: Epson hat in den vergangenen Jahren sehr viel in die Entwicklung professioneller Inkjettechnologie investiert. So haben wir 2013 unsere PrecisionCore-Druckkopftechnologie vorgestellt, dank der Lösungen wie unsere SureColor-Serien erst möglich wurden. Wir adaptieren und entwickeln ständig die Einsetzbarkeit unserer Core-Druckkopf- und Tintentechnologie weiter, so dass wir jetzt auch einen UV-Flachbettdrucker anbieten können.

S&P: Im UV-Flachbettdruck-Markt sind neben Epson auch zahlreiche andere Hersteller mit ihren Systemen vertreten, wie positioniert sich Epson in diesem Umfeld mit dem SC-V7000?
Frank Schenk: Wir achten stark auf das Feedback unserer Kunden. Daher wissen wir, dass Dinge wie eine zuverlässig hohe Druckqualität, einfache Wartung und unkomplizierte Installation der Maschinen sehr weit oben auf der Wunschliste stehen. Dieses Know-how ist in die SureColor SC-V7000 eingeflossen. Epson wird mit der neuen SC-V7000 aber auch seinem Anspruch gerecht, eine möglichst nachhaltige Produktion zu gewährleisten.

So besitzt das Gerät anstelle der herkömmlichen Quecksilberdampflampen zur Härtung des Druckes LED-Lampen. Diese haben gegenüber den traditionellen Lampen einige Vorteile. Zunächst einmal enthalten LEDs kein Quecksilber, das aufwendig und teuer entsorgt werden muss, und zusätzlich senken sie erheblich den Stromverbrauch, denn die HG-Lampen müssen stets eingeschaltet bleiben, während die LEDs nur dann leuchten, wenn sie auch benötigt werden. Dank seiner LED-Härtung entwickelt der Drucker auch nicht eine so große Hitze, wie es bei herkömmlichen HG-UV-Lampen der Fall ist. Dadurch wird eine Bearbeitung hitzeempfindlicher Stoffe wie beispielsweise PVC und Plexiglas möglich. Zudem entsteht während des Druckens kein schädliches Ozon.

Epson Surecolor SC-V7000 UV-Flachbettdrucker Inkjet Digitaldruck

Der neue Surecolor SC-V7000 markiert für Epson den Einstieg in den UV-Flachbettdruck. (Bild: Epson)

S&P: Mit zehn Tinten bietet der SC-V7000 standardmäßig mehr Farben als viele andere Flachbettsysteme – für welche Produkte ist er konzipiert?
Frank Schenk: Die zusätzliche Farben sind eine Gewähr für die hohe erreichbare Druckqualität des SC-V7000. So erlauben die zusätzlichen Grautöne neben ausdrucksstarken Schwarzweiß-Drucken auch feine, sanfte Verläufe ohne Farbabrisse. Rot ist die Signalfarbe und wird sehr gerne am POS und in der Werbetechnik eingesetzt. Weiß eröffnet Anwendern eine ganze Palette zusätzlicher Möglichkeiten, so die Verwendung transparenter Materialien oder auch zum Unterdruck mit anderen Farben. Die transparente Tinte wird zur Ausbildung eindrucksvoller 3D-Oberflächeneffekte im Druck eingesetzt. Zusätzlich eignet sie sich auch, um Materialien optional ein mattes oder glänzendes Finish zu geben.

S&P: In welchem Leistungsbereich arbeitet der neue SC-V7000?
Frank Schenk: Die Epson SureColor SC-V7000 bedruckt auf einer Fläche von maximal 2.500 x 1.250 mm Materialien mit einer Dicke von bis zu 80 mm und 50 kg/m² Gewicht. Insgesamt acht MicroPiezo-Druckköpfe erlauben Drucke mit zehn Farben und einer Auflösung von bis zu 720 x 1.440 dpi. Die Druckgeschwindigkeit ist von dem Druckmedium und der erforderlichen Druckqualität abhängig. Bereits bei einer Druckgeschwindigkeit von 15 m/h wird mit dem SureColor SC-V7000 schon eine sehr gute Druckqualität erzielt.

S&P: Sollen auf lange Sicht noch weitere Flachbettdruck-Systeme folgen – und in welche Richtung könnte die Entwicklung gehen?
Frank Schenk: Epson ist einen langen Weg gegangen und wird diesen auch in Zukunft fortsetzen. In diesem Sinne entwickeln wir unsere Produkte ständig weiter, um eine größere Kundengruppe zu erreichen.

 

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