Print meets Social Media: Die #Zabelschwestern verbinden Bewährtes mit Neuem

Lena Hügel (l.) ist Anfang des Jahres in den elterlichen Betrieb eingestiegen, Schwester Julika ist bereits seit 2012 mit an Board. Gemeinsam setzen sie auf die gewachsenen Werte des Unternehmen, und verbinden dies mit neuen, frischen Ideen und Social Media. (Bild: Druckerei Zabel)
Als Julika Keller und Lena Hügel noch Kinder waren, war die Druckerei ihrer Eltern ein einziger großer Abenteuerspielplatz. Heute gehören die beiden Schwestern selbst zur Geschäftsführung und bringen den einen oder anderen frischen Wind in das Unternehmen in Radolfzell am Bodensee – ohne dabei die Werte aus den Augen zu verlieren, die die Druckerei Zabel über 36 Jahre lang erfolgreich gemacht haben. Abenteuer – oder besser gesagt Herausforderungen – gibt es nicht zuletzt wegen der Pandemie auch heute noch, doch davon lassen sich die #Zabelschwestern noch lange nicht ihre Begeisterung für Druck nehmen.
Eigentlich gibt es nichts, dass man bei der Druckerei Peter Zabel e.K. in Radolfzell am Bodensee nicht kriegt: Das Unternehmen, das 1985 von den heutigen Seniorchefs Peter und Gabi Zabel in einer Hinterhofgarage als kleiner Offsetbetrieb gegründet wurde, war stets offen für neue Entwicklungen: Schon in den frühen 1990er-Jahren stieg die Druckerei in den Digitaldruck ein. „Da waren unsere Eltern wirklich mutig, den Schritt so früh mitzugehen“, erzählt Julika Keller, „und der nächste mutige Schritt war es, 2008 einen Direktdrucker zu kaufen und die Werbetechnik ins Portfolio mit aufzunehmen.“
Angefangen hat alles 1985 in einer Hinterhofgarage, als Gabi und Peter Zabel einen kleinen Offsetdruckbetrieb gründeten. (Bild: Druckerei Zabel)
Angefangen hat alles 1985 in einer Hinterhofgarage, als Gabi und Peter Zabel einen kleinen Offsetdruckbetrieb gründeten. (Bild: Druckerei Zabel)
Nach einigen Umzügen ist das Unternehme 2006 letztlich in einen eigenen Neubau im Radolfzeller Gewerbegebiet Nord gezogen. (Bild: Druckerei Zabel)
Nach einigen Umzügen ist das Unternehme 2006 letztlich in einen eigenen Neubau im Radolfzeller Gewerbegebiet Nord gezogen. (Bild: Druckerei Zabel)
„Wir wollten für unsere Kunden schon immer alles abdecken können. Wenn ein Handwerker kommt, sollte er nicht nur seine Visitenkarten, Briefbogen oder Rapportzettel bei uns kriegen können, sondern auch seine Baubeschilderung oder Banner“, so Lena Hügel.
Von der Idee zum fertigen Produkt
Was mit Nachfragen der Kunden nach zusätzlichen Produkten, mehr Beratung und Hilfestellung anfing, wurde irgendwann zur Philosophie von Peter Zabel und seinem Team. „Es ist bis heute unser Anspruch, dass wir immer versuchen, uns in den Kunden hineinzuversetzen und uns zu fragen, was er wirklich braucht und ob es eine weitere Idee gibt. Wir haben auch viel Know-how im Marketing und können dabei unterstützen“, erzählt Lena Hügel, die selbst viele Jahre im Marketing großer Markenunternehmen gearbeitet hat und Anfang des Jahres in den elterlichen Betrieb eingestiegen ist.

Familienbande: Die Druckerei in Radolfzell wurde 1985 von Seniorchef Peter Zabel (li.) und seiner Frau Gabi Zabel (Mitte) gegründet. Inzwischen sind auch Tochter Julika Keller (2.v.l.) und Lena Hügel (2.v.r.) in die Geschäftsführung eingestiegen. Zum festen Kern des Unternehmens gehört außerdem Schwiegersohn Fabian Keller (r.).
Breiter Maschinenpark für ein breites Produktespektrum
Doch wer ein möglichst breites Produktespektrum anbieten will, braucht auch einen entsprechenden Maschinenpark: Neben einer Fünffarben-Offsetmaschine sind bei Zabel Druck daher auch drei Bogen-Digitaldruckmaschinen, ein Flachbettdrucksystem und ein Werbetechnik-Tisch im Einsatz, dazu jede Menge Weiterverarbeitungs- und Veredelungsmaschinen. „Man kann besser auf die Fragen der Kunden reagieren, wenn man alle Verarbeitungsschritte im eigenen Haus hat. Dadurch sind wir extrem flexibel und können alles ein bisschen besonderer machen, egal ob eine exquisite Visitenkarte oder ein hochwertiges Mailing“, so Julika Keller.
Veredelung: Wenn’s ein bisschen mehr sein darf
Vor allem das Thema Veredelung spielt dabei eine wichtige Rolle – wenn auch eine, die durch die Corona-Pandemie einen leichten Dämpfer erhalten hat. „Vor Corona hat die Veredelung wirklich viele Leute interessiert. Seit Corona wird auf die Veredelungsgeschichten allerdings am ehesten verzichtet“, erklärt Julika Keller. „Aber ich glaube, dass sich dieser Trend recht zügig wieder drehen wird, denn man muss die Leute ja einfach wieder erreichen und dazu muss die Werbung einfach spezieller sein“, gibt sie sich optimistisch.
Neben dem Offsetdruck, der bei dem Unternehmen noch immer den Löwenteil der Aufträge produziert, ist das Unternehmen aber auch im Digitaldruck und in der Werbetechnik tätig. Dazu verfügt die Druckerei Zabel über jede Menge Weiterverarbeitungs- und Veredelungssysteme. (Bild: Druckerei Zabel)
Neben dem Offsetdruck, der bei dem Unternehmen noch immer den Löwenteil der Aufträge produziert, ist das Unternehmen aber auch im Digitaldruck und in der Werbetechnik tätig. Dazu verfügt die Druckerei Zabel über jede Menge Weiterverarbeitungs- und Veredelungssysteme. (Bild: Druckerei Zabel)
Neben dem Offsetdruck, der bei dem Unternehmen noch immer den Löwenteil der Aufträge produziert, ist das Unternehmen aber auch im Digitaldruck und in der Werbetechnik tätig. Dazu verfügt die Druckerei Zabel über jede Menge Weiterverarbeitungs- und Veredelungssysteme. (Bild: Druckerei Zabel)
Neben dem Offsetdruck, der bei dem Unternehmen noch immer den Löwenteil der Aufträge produziert, ist das Unternehmen aber auch im Digitaldruck und in der Werbetechnik tätig. Dazu verfügt die Druckerei Zabel über jede Menge Weiterverarbeitungs- und Veredelungssysteme. (Bild: Druckerei Zabel)
Neben einer Vielzahl unterschiedlicher Finishing- und Veredelungsmodule, wie etwa fürs Formstanzen, Perforieren, Prägen, Folieren, Sleeking oder für das Ausbringen von Duft- und anderen Speziallacken über das Lackwerk der Offsetmaschine, können die Zabelschwestern und ihr Team seit Februar 2021 auch Neonfarben und Weiß im Digitaldruck anbieten.

Um den Kunden zu zeigen, was alles möglich ist, geht das Unternehmen mit gutem Beispiel voran und verschickt selbst immer wieder Werbematerialien oder Produkte mit dem gewissen Etwas. So wurde etwa der der zusammensteckbare Weihnachtsbaum von vielen Kunden später noch modifiziert und genutzt. „Der Zuspruch der Kunden ist unser Ansporn“, sagen die beiden Schwestern. (Bild: Druckerei Zabel)
Investition in Krisenzeiten
Denn anstatt angesichts des Infektionsgeschehens den Kopf in den Sand zu stecken, haben sich Julika Keller und Lena Hügel zusammen mit Vater Peter Zabel dafür entschieden, den Betrieb weiter auszubauen. „Unser Anspruch war es schon immer, den Kunden regelmäßig auch etwas Neues bieten zu können und selbst nicht stehen zu bleiben, sondern weiter voranzugehen“, erklärt Julika Keller. „Mit der neuen Ricoh-Maschine und der Möglichkeit, Neon-Farben und Klartoner zu verdrucken, können wir den Farbraum deutlich erweitern. Wir können viele HKS- und Pantonefarben 1:1 abbilden und zugleich Druckprodukte produzieren, die aus der Masse hervorstechen.“
Leidenschaft fürs Gedruckte
„Man sieht an unserer Produktpalette, dass wir diesen Bereich einfach leben und Leidenschaft dafür haben“, ergänzt Schwester Lena, „weil uns einfach alles interessiert. Es macht unheimlich Spaß, wenn am Ende ein tolles Produkt entsteht“.
Und da die Zabelschwestern auch meinen, was sie sagen, gehen sie mit gutem Beispiel voran – soll heißen, Zabel Druck versendet in schöner Regelmäßigkeit selbst Mailings oder Produkte, die besonders kreativ gestaltet sind und die Möglichkeiten aufzeigen, die das Radolfzeller Unternehmen anbietet. Sei es – wie aktuell – die Werbekampagne „Seeluft zum Mitnehmen“ für Duft- und andere Speziallacke oder ein formgestanzter Weihnachtsbaum, den sich Partner und Kunden zu den Festtagen aufstellen konnten. „Wir haben noch viele Wochen später Fotos bekommen, wie die Weihnachtsbäume später umfunktioniert wurden, beispielsweise zu Fasnachtsbäumen. Dieser Zuspruch und das Feedback von den Kunden ist uns ein großer Ansporn“, so Lena Hügel. Guerilla-Marketing at it’s best, sozusagen.

Wenn es ein bisschen besonderer sein darf, haben die Zabelschwestern und ihr Team jede Menge Ideen, egal ob Stanzung, Prägung,
oder Duftlack, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Bereits jetzt sind beispielsweise Karten und Kalender für Weihnachten in der Mache – mit Lebkuchenduft im Sommer. (Bild: Druckerei Zabel)
Gläserne Druckerei
Apropos Marketing: Das wissen die beiden Zabelschwestern nämlich auch auf eine ganz neue Art zu nutzen. Denn neben dem engen Austausch, den das zehnköpfige Team der Druckerei Zabel zu seinen oft schon über viele Jahre treuen Kunden aus der Region und der Welt pflegt, haben Julika Keller und Lena Hügel noch eine neue Art der Kundenbeziehung etabliert, die vor allen in den letzten Monaten in Bedeutung gewonnen hat.
„Wir waren und sind ein sehr gläserner Betrieb“, sagt Julika Keller vorab, „viele unserer Kunden – vom Zwei-Mann-Handwerkerbetrieb über Industrieunternehmen und den Einzelhandel bis hin zu Praxen oder Vereinen – kommen gerne mal vorbei, um sich die Produktion anzuschauen. Außerdem haben wir sehr viele Muster hier und können unsere Ideenschmiede zeigen – natürlich zuletzt nur unter den Pandemie-Bedingungen“.
Facebook, Instagram und Co.
Und für diejenigen, die nicht selbst nach Radolfzell kommen können, gewähren Lena Hügel und Julika Keller regelmäßig über Facebook und Instagram einen Einblick in das Druckerei-Leben, in neue Ideen, Produkte und den „alltäglichen Wahnsinn“, wobei das natürlich im positiven Sinne gemeint ist. So überführen die Zabelschwestern den lang gepflegten Ansatz der gläsernen Druckerei auch in die Welt von Social Media und damit auf die Kanäle, in der sich die nächste (Kunden-)Generation informiert. „Es ist super, dass wir diesen Mix aus Altem und Neuen haben. Wir können neue Ideen ausprobieren und uns zugleich auf unsere gewachsenen Strukturen verlassen“, so Julika Keller.
Der Mix macht‘s
„In Facebook sind wir relativ frisch eingestiegen, aber schon jetzt spielt es bei uns eine große Rolle“, erklärt Lena Hügel. „Wir haben damit eine gute Möglichkeit, etwas Persönliches von uns zu zeigen. Das geht mit Social Media so viel leichter und schneller als mit den anderen Werbemitteln, die wir aber auch sehr gerne einsetzen. Ich denke, in der Kombination liegt die Stärke. Erst zu Ostern haben wir ein Gewinnspiel veranstaltet, das über ein klassisches Printmailing startete und dann über Facebook und Instagram weiterlief.“ Online oder Print? Das steht für die #Zabelschwestern daher gar nicht erst zur Debatte.

Mit Schwiegersohn Fabian Keller und den Töchtern Lena Hügel und Julika Keller ist bei der Druckerei Zabel inzwischen die zweite Generation mit an Board. Darauf können die Senior-Chefs und Gründer Gabi Zabel und Peter Zabel zurecht stolz sein. (Bild: Druckerei Zabel)
Verantwortung übernommen
Dass die beiden Schwestern frischen Wind in das Familienunternehmen bringen, hat sich auch in den letzten anderthalb Jahren gezeigt. Nicht nur, weil die Druckerei Zabel besser durch die Krise gekommen ist als andere und die Produktion – wenn zwischendurch auch auf niedrigerem Niveau – immerhin durchgehend weiterlaufen konnte, sondern vor allem, weil das Schwesterngespann auch bereit war, mehr Verantwortung zu übernehmen. Julika Keller stieg schon 2012 in den elterlichen Betrieb ein, Schwester Lena folgte Anfang dieses Jahres. Zusammen mit Vater Peter Zabel leiten sie nun das Familienunternehmen in zweiter Generation und übernehmen dabei sukzessive immer mehr Aufgaben. Die Nachfolgeregelung ist also in vollem Gange.

Der frische Wind, den Julika Keller und Lena Hügel in das Unternehmen bringen, ist auch in der neuen Version der Imagebroschüre zu sehen. (Bild: Druckerei Zabel)
Positives gegen die Krise
„Wir waren von unserer Seite aus total motiviert, nicht vorbelastet und haben uns gar nicht erst in die Krise ‚reingeredet‘. Stattdessen haben wir uns vorgenommen, so richtig Gas zu geben. Wir haben so viele Ideen – und die wollen wir unseren Kunden auch zeigen. Wir haben versucht, der Krise mit so viel Positivem entgegenzutreten wie möglich – und alle unsere Mitarbeiter haben mitgezogen“, so Lena Hügel. „Es ist uns wichtig, dass wir alle an einem Strang ziehen und uns auch untereinander gut verstehen“, ergänzt zudem Schwester Julika. Und dass ihnen das gut gelungen ist, kann man unter anderem auf Facebook und Instagram verfolgen. #Zabelschwestern
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