Mit einer Doppel-Investition macht sich EsserDruck Solutions fit für die Zukunft

Sich auf eine Produktionsschiene einzufahren, wäre für Diana Esser, Prokuristin der Esser-Gruppe mit Standorten in Bretten und Ergolding, nicht der richtige Weg: „Wir wollen schließlich auch für die Kunden gerüstet sein, die künftig noch kommen werden“. Das Unternehmen, das im Oktober 2020 die insolvente BoschDruck Solutions GmbH in Ergolding übernommen hatte und seitdem als EsserDruck Solutions GmbH weiterführt, setzt daher auf größtmögliche Flexibilität und Unabhängigkeit – und hat am bayerischen Standort nun gleich im Doppelpack investiert.

Markus Weiß, General Manager HP Industrial Printing EMEA, und Diana Esser, Prokuristin der Esser DruckSolutions GmbH und der Esser printSolutions GmbH, vor einer der beiden neuen Druckmaschinen. (Bild: HP)

Sich auf eine Produktionsschiene einzufahren, wäre für Diana Esser, Prokuristin der Esser-Gruppe mit Standorten in Bretten und Ergolding, nicht der richtige Weg: „Wir wollen schließlich auch für die Kunden gerüstet sein, die künftig noch kommen werden“. Das Unternehmen, das im Oktober 2020 die insolvente BoschDruck Solutions GmbH in Ergolding übernommen hat und seitdem als EsserDruck Solutions GmbH weiterführt, setzt daher auf größtmögliche Flexibilität und Unabhängigkeit – und hat am neuen, bayerischen Standort nun gleich im Doppelpack investiert.

Zugegeben, seit der Übernahme im Oktober 2020 ist noch nicht allzu viel Zeit vergangen, und es ist noch immer, wie Prokuristin Diana Esser bei einem virtuellen Event erklärte, einiges zu tun, um beide Standorte – den in Bretten und den in Ergolding – auch vom Workflow her und in allen Prozessen miteinander in Einklang zu bringen. Aber mit der neuesten Investition in gleich zwei verschiedene Digitaldrucktechnologien für den neuen Standort – eine HP Indigo 100K und eine HP PageWide Web Press T250 HD – hat die Esser-Gruppe ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt.

von 15 auf 150 Mitarbeiter in 20 Jahren

Esser PrintSolutions im baden-württembergischen Bretten wurde 1905 gegründet und 2001 – in der vierten Generation – von Geschäftsführer Markus Esser und seiner Frau Diana Esser mit damals 15 Mitarbeitern übernommen. „Seitdem haben wir ein wirklich großes Wachstum hingelegt, zuletzt auch durch die Übernahme anderer Unternehmen. Im Februar 2019 war es die Walter Digital in Korntal, die wir mit uns verschmolzen haben und die auch mit an unseren Standort gekommen ist“, erinnert sich Diana Esser. „Mittlerweile platzen wir in Bretten aber sprichwörtlich aus allen Nähten, da wird es schwierig mit weiteren Wachstum. Deswegen haben wir die BoschDruck Solutions aus der Insolvenz übernommen. Die Struktur, die wir hier vorgefunden haben, haben wir ein bisschen verändert: Das, was gut war, ist geblieben; das was in Bretten besser war, haben wir übernommen und so konnten wir den Standort hier behalten.“

Neue Maschinen für den neuen Standort

Das Commitment zum neuen Standort wird außerdem durch die Investition in die beiden neuen Maschinen zusätzlich unterstrichen. „Als Esser-Gruppe haben wir schon lange Erfahrung mit HP, sowohl mit HP Indigo wie auch im Rolleninkjet-Bereich“, so Esser. Daher ist es wenig verwunderlich, dass die Investitionsentscheidung auch dieses Mal auf Maschinen des Herstellers fiel. Das Besondere daran: Esser hat in zwei verschiedene Digitaldrucktechnologien parallel investiert: Mit der HP Indigo 100K in die klassische HP-eigene ElectroInk-Technologie für Bogenformate sowie mit der HP PageWide Web Press T250 HD in den Inkjet-Rollendruck.

Esser HP Pagewide Web Press

Neben einer HP Indigo 100K hat die Esser-Gruppe am Standort der EsserDruck Solutions GmbH in Ergolding auch in eine Rollen-Inkjetmaschine HP T250 HD investiert. (Bild: HP)

Maximale Flexibilität

„Unsere Kundenstruktur ist superbreit aufgestellt“, erklärte Diana Esser. „Da sind Verlage dabei, ebenso wie klassische Industrieunternehmen. Wir produzieren auch Akzidenzen oder Manuals für unterschiedliche Branchen. Gleichzeitig ist aber genau das auch eine große Herausforderung an den Maschinenpark. Und da sind wir mit den Maschinen, die wir haben, sehr flexibel aufgestellt. Was außerdem schön ist, dass wir nun gewisse Redundanzen zwischen den Standorten haben. Wir haben nun sowohl in Ergolding die HP-T250-HD-Rollenmaschinen stehen, wie in Bretten eine T240 HD. So können wir hin- und her-switchen, haben eine Backup-Lösung und können in Peak-Seasons auch parallel produzieren.“

Aufgabenverteilung

Mit der HP Indigo 100K bedient das Unternehmen vor allem Anfragen im Bereich Akzidenz- und Fotobuchdruck. Dank des Nonstop-Drucks, der dank der fünf Zuführungen des B2-Systems möglich ist, ist ein schneller Wechsel zwischen verschiedenen Druckjobs und Papiertypen möglich. Dazu sorgt der Durchsatz von bis zu 6.000 Bogen pro Stunde und die Farbkalibrierung in der laufenden Produktion für eine hohe Effizienz und Farbqualität.

Die PageWide T250 HD kommt vorrangig für die Produktion von Büchern und Bedienungsanleitungen zum Einsatz, und bedient damit hauptsächlich Anfragen von Industriekunden. Doch wer denkt, dass ausschließlich die maximale Geschwindigkeit von bis zu 152 m/min und die Möglichkeit, in zwei verschiedenen Modi (höchste Qualität und höchste Produktivität) zu produzieren das ausschlaggebende Argument für die Rollen-Inkjetmaschine waren, der täuscht. „Das schöne ist, ich muss mit T250 HD nicht auf inkjetoptimierte Papiere zurückgreifen. Das war 2014 in Bretten mit der T230 HD noch anders. Doch jetzt mit der neuen Brillant Ink von HP können wir ganz unterschiedliche Substrate bedrucken, ob glänzend oder matt gestrichene Bilderdruckpapiere, die normalen, die von der Stange – das war für mich wirklich das Knaller-Argument“, so Diana Esser.

Esser HP Markus Weiß Diana Esser zwei neue Maschinen

Zwei auf einen Streich: In Ergolding sind vor wenigen Wochen sowohl eine HP Indigo 100K (l.) wie auch eine Rollen-Inkjetmaschine HP T250 HD in Betrieb genommen wurden. Markus Weiß und Diana haben in einem Livestream über die Hintergründe der Doppel-Investition gesprochen. (Bild: HP)

Breites Produktionsspektrum

Bei der Rolle sei besonders interessant, dass man mit dem Break Even recht hoch komme, erklärte die Prokuristin in dem Livestream-Event. „Ich kann selbst bei einer Auflage von 4.000 oder 5.000 noch wirtschaftlich produzieren.“

Den Offsetdruck wickelt die Esser-Gruppe, die bereits seit 2013 ausschließlich im Digitaldruck unterwegs ist, zusammen mit Partnern ab, aber dank des nun erweiterten Maschinenparks deckt das Unternehmen an seinen beiden Standorten die ganze Range von Auflage 1 bis Auflage 5.000 ab. Dabei hat, wie Diana Esser erklärt, jeder Standort zugleich auch seine Produktionsschwerpunkte, seinen USP und Besonderheiten. So werden an einem überwiegend klebegebundene Produkte hergestellt, während der andere auf rückstichgeheftete Produkte spezialisiert ist. Untern Strich aber, so Diana Esser, „bedeutet das für den Kunden, dass er ein Rundum-Sorglos-Paket bei uns bekommt“.

Perfekte Kombi

„Beide Systeme ergänzen sich ideal. Besonders im Buchdruck bietet der doppelte Einsatz Vorteile: So lässt sich der Innenteil auf der HP PageWide T250 HD produzieren und der Umschlag auf der HP Indigo 100K. Wir können Aufträge auch splitten. Man ist mit beiden Technologien einfach super flexibel, eine perfekte Kombi“, so die Prokuristin. „Bei der Indigo 100K habe ich das große Format. Das brauche ich vielleicht nicht immer. Aber wir haben den Luxus und das Glück, dass wir schauen können, welcher Auftrag wirklich auf welche Maschine oder auf welche Maschinen passt. So sind wir perfekt vorbereitet, wenn die Aufträge nach Corona wieder anziehen“, zeigt sie sich optimistisch. „Es wäre für uns nicht der richtige Weg, uns auf eine Produktionsschiene einzufahren. Wir wollen stattdessen für jeden Kunden, der zukünftig noch kommt, gerüstet sein.“ Und das wiederum bedeutet: größtmögliche Flexibilität.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Markenaufbau mit K(n)öpfchen, „TEX-how“ und „Bigital Printing“

Wenn Eric Bradatsch zu einer neuen Folge seines Podcasts einlädt, hören ihm inzwischen regelmäßig mehrere tausend Menschen zu. Das ist erstaunlich, denn er ist hauptberuflich nicht Influencer, sondern Geschäftsführer der Großformatdruckerei TEXSIB im sächsischen Beiersdorf. Das Unternehmen, das seit seiner Gründung 1990 kontinuierlich gewachsen ist, hat zuletzt nicht nur in neue Technik, sondern auch in ein professionelles Marketing investiert.

Veröffentlicht von: 

Beachflags: Wie das sommerliche Werbemittel entsteht

Wenn die Temperaturen steigen und das gesellschaftliche Leben wieder überwiegend draußen stattfindet, sieht man ein Werbemittel besonders häufig: Beachflags. Die kommen – entgegen ihres Namens – nicht nur an Stränden oder Strandbars zum Einsatz, sondern ziehen auch vor Ladengeschäften, im Einzelhandel oder bei anderen Veranstaltungen auf elegante Art und Weise die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich. Wie Beachflags produziert werden, will ein kostenloses HP-Webinar am 15. Juli, um 11 Uhr Schritt für Schritt erklären.

Veröffentlicht von: 

Ein XXL-Wimmelbild zum Städte-Jubiläum

Mit einem Wimmelbild der besonderen Art hat die Stadt Bochum die wichtigsten Ereignisse ihrer 700-jährigen Stadtgeschichte Revue passieren lassen. Die gut 150 und jeweils 12 x 1 m großen Einzelbilder, die zusammengerechnet eine Länge von 1.800 m ergeben, wurden anlässlich des Städte-Jubiläums bei der Niggemeyer Pro Imaging GmbH & Co. KG auf einem Drucksystem von Durst produziert.

Veröffentlicht von: 

„Es ist unser eigener Anspruch, die Welt ein bisschen grüner zu machen“

Egal, ob Vinyl-Banner, formgeschnittenes Schild oder Folienschriftzug: Ganz ohne Abfall sind diese aufmerksamkeitsstarken Werbemittel einfach nicht zu produzieren. Umso wichtiger ist es, dass Druckdienstleister an den Stellschrauben drehen, auf die sie tatsächlich Einfluss haben. Das kann neben einem konsequenten Recycling auch die Umstellung der Drucktechnologie auf umweltfreundlichere Verfahren sein. Die Hoffmann Druck GmbH in Villingen-Schwenningen hat im März als erstes Unternehmen in Deutschland den HP Latex 800W in Betrieb genommen und ist damit in Sachen Nachhaltigkeit wieder einen kleinen Schritt weitergekommen.

Veröffentlicht von: 

Elanders übernimmt Schätzl Druck & Medien

Der Donauwörther Digitaldruckspezialist Schätzl Druck & Medien gehört künftig zur Elanders Print & Packaging Group (Waiblingen). Das haben beide Unternehmen gerade bekanntgegeben. Mit seiner Expertise im Bereich der Mass Customization werde Schätzl die Strategie der Elanders Group im Segment Onlineprint und hochindividualisierte Druckprodukte ergänzen und deren Marktposition in Zentral-Europa stärken, heißt es in der Mitteilung der Unternehmen.

Veröffentlicht von: 

Fünf Fakten über Soft Signage
und Dye-Sublimation

Es kann eine Fläche von mehreren Quadratmetern bedecken und sich trotzdem klitzeklein zusammenfalten lassen, ist leicht und daher günstig im Transport und lässt sich ohne großes Werkzeug einfach montieren: Soft Signage hat gegenüber der klassischen Beschilderung und Bannerwerbung einige Vorteile. Welche das sind, warum vor allem der Dye-Sublimationsdruck dafür zum Einsatz kommt und wo vielleicht auch die Grenzen liegen, hat Sign&Print in einer kurzen Übersicht zusammengestellt.

Veröffentlicht von: