Vier weitere Aussteller sagen ihre Drupa-Teilnahme ab

Drupa-Absagen KM Canon Ricoh EFI

Konica Minolta, Canon, Ricoh und EFI werden 2021 nicht an der Drupa teilnehmen. (Bilder: Konica Minolta, Canon, Ricoh, EFI)

Nachdem mit HP letzte Woche der größte Aussteller seine Teilnahme an der Drupa 2021 abgesagt hat, folgen nun auch Konica Minolta, Canon, Ricoh Europe und EFI. Alle vier Hersteller begründen ihre Entscheidung mit der anhaltenden Unsicherheit aufgrund der Corona-Pandemie. Zudem wollen sie künftig verstärkt auf digitale Events setzen.

Konica Minolta glaube an die „Kraft persönlicher Beziehungen“ und welchen Vorteil es hat, das Portfolio live zu erleben und die Druckprodukte berühren zu können. Der Hersteller evaluiere daher die möglichen Kombinationen von virtuellen und realen Konzepten. „Allerdings macht es für uns angesichts der derzeitigen weltweiten Unsicherheit keinen Sinn, auf der Drupa oder einer anderen Messe auszustellen. Die Entwicklungen sind zu unvorhersehbar“, erklärt Olaf Lorenz, General Manager International Marketing Division Konica Minolta Business Solutions Europe. Priorität habe es, dass Mitarbeiter, Kunden und alle ihre Familien sicher und gesund bleiben.

Konica Minolta hat in bereits in den letzten Monaten virtuelle Möglichkeiten für seine Kunden eingerichtet, wie beispielsweise einen virtuellen Showroom, der die interaktive Erkundung des Portfolios ermöglicht. Dieses Engagement will der Hersteller auch in Zukunft beibehalten.

Canon setzt ebenso auf virtuelle Events

Neben den Unsicherheiten für die Aussteller selbst, bezieht sich Canon in seiner Begründung auch auf die „verständlichen Bedenken, die Besucher in Bezug auf Reisen haben“. Daher habe man sich letztlich gegen eine physische Teilnahme an der Drupa 2021 entschieden. Canon bleibe der Druckindustrie dennoch verpflichtet und nehme die Verantwortung, Kunden und Partnern zu unterstützen, sehr ernst, heißt es von Seiten des Herstellers.

Mit der Canon onAIR-Webinar-Serie hat das Unternehmen bereits digitale Formate eingeführt und will diese auch weiter ausbauen. Darüber hinaus findet das „Canon Future Promotion Forum“ am 14. Oktober erstmals komplett virtuell statt.

Henkaku und Business Booster Programm

Auch Ricoh Europe will nach eigener Aussage seinen Schwerpunkt künftig auf den Ausbau der „virtuellen Kundenkommunikation“ legen. Dazu gehöre unter anderem die virtuelle Veranstaltungsreihe „Henkaku live“ sowie das „Ricoh Business Booster Programm“ in der EMEA-Region.

„Während der Pandemie haben wir einen virtuellen Ansatz für die Zusammenarbeit mit neuen und bestehenden Kunden entwickelt. Wir werden dieses Element in Verbindung mit den traditionelleren Wegen zur Einführung und Demonstration unseres Portfolios im kommerziellen und industriellen Druck weiter ausbauen“, erklärte Eef De Ridder, Vice President der Commercial and Industrial Printing Group bei Ricoh Europe.

Die Möglichkeiten der Drupa habe der Hersteller immer geschätzt. Die Entscheidung, sich zurückzuziehen sei jedoch gefallen, da die Gesundheit und Sicherheit der Kunden, Partner und Mitarbeiter Priorität habe.

„EFI Connect“ wird zu „EFI Engage“

Ähnlich begründet auch EFI seine Absage. Wie CEO Jeff Jacobson erklärte, hat die Drupa „immer das Beste repräsentiert, was bei einer Veranstaltung für die globale Druckindustrie erreicht werden kann.“ Doch da im Moment nicht absehbar sei, wie die Bedingungen für öffentliche Versammlungen Anfang nächsten Jahres aussehen werden, sei der Rückzug von der Drupa 2021 „eine unglückliche, wenn auch kluge Entscheidung“, so Jacobson.

Auch EFI hat in den letzten Monaten vor allem auf Remote-Demonstrationen gesetzt und werde das nach eigenen Angaben auch weiterhin tun. Angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie wurde auch die jährliche Anwenderkonferenz EFI Connect in ein digitales Format überführt: Stattdessen wird nun vom 25. Januar bis zum 5. Februar 2021 die „EFI Engage“ stattfinden.

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