Sappi und HP entwickeln flexible Verpackung auf Papierbasis

flexible Verpackung auf Papierbasis HP und Sappi Suppenbeutel

Eine flexible Verpackung auf Papierbasis funktioniert. Das haben der Papierspezialist Sappi und HP Indigo mit ihren Suppenbeuteln in sechs verschiedenen und digital gedruckten Designs bewiesen. (Bild: Sappi)

Kompostierbar, besser für die Umwelt, leichter zu recyceln: Der Trend zu nachhaltigen Verpackungen im Allgemeinen, und zu Papier- und Kartonverpackungen im Speziellen ist ungebrochen. Nun haben Sappi und HP eine gemeinsame Lösung für eine flexible Verpackung auf Papierbasis vorgestellt – in Form von individualisierten und verschließbaren Suppenbeuteln.

Die Herausforderung des gemeinsamen Projektes: Jeder der Beutel sollte nicht nur einzigartig gestaltet und personalisiert werden, zum Schutz der Marke mussten auch Silber und unsichtbares Gelb aufgebracht werden. Außerdem sollte das Material nicht nur papierbasierend sein, sondern auch alle Prozessschritte vom Druck über die Weiterverarbeitung durch Lackierung bis hin zur Versiegelung überstehen können.

Die Wahl für die Suppenbeutel fiel Guard Gloss 4-OHG von Sappi in einer Grammatur von 91 g/m². „Über 80 % der Materialien des Hochbarrierepapiers stammen aus erneuerbaren Quellen“, erklärt Kathrin Böhmüller, Sales Support Manager Consumer Goods and Self Adhesives bei Sappi. „Die papierbasierte Verpackungslösung macht zusätzliche Spezialbeschichtungen oder Laminierungen überflüssig und die Materialien können im Altpapierstrom recycelt werden.“

Flexible Verpackung in sechs Designs

Die Gestaltung der so genannten Drei-Seiten-Siegel-Suppenbeutel (130 mm x 86 mm) übernahm HP. So entstanden sechs unterschiedliche Designs, die die HP-Indigo-eigenen Funktionen für den variablen Datendruck nutzten und die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen visualisierten.

Gedruckt wurde die flexible Verpackung auf der schmalbahnigen Rollen-Digitaldruckmaschine HP Indigo 6K. Ein danach aufgebrachter wasserbasierter Glanzlack mit hoher Hitze- und Kratzfestigkeit  sollte zusätzlich sicherstellen, dass die Farbbrillanz und -gestaltung auch während des Beutel-Herstellungsprozesses bis hin zum POS erhalten blieb.

Der Glanzlack, ACTDigi Protective Coating AQ440125 von Actega, wurde laut Hersteller speziell für flexible Verpackungen entwickelt und soll eine hohe Scheuerfestigkeit und schnelle Trocknung bieten. Die benötigte Beschichtungsmenge fiel gering aus und soll sich dank der nicht vorhandenen Lösungsmittel auch nicht negativ auf den späteren Recyclingsprozess auswirken.

Für die Veredelung und die Befüllung war anschließend der spanische Verpackungsspezialist Bossar Packaging zuständig.

Wie das gemeinsame Projekt von Sappi und HP zeigt, können Druck-, Veredelungs- und Versiegelungsprozesse an kleine Auflagen angepasst werden. Das wiederum ermögliche es dem Markt, die Anforderungen neuer Zielgruppen hinsichtlich einer höheren Nachhaltigkeit und mehr Individualisierung zu erfüllen.

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