„Wir digitalisieren und automatisieren unsere Prozesse, wo immer es geht“

Bobst Mediahaus Ahaus

Von links: Mediahaus-Druckereileiter Marco Segeler, Bobst Meerbusch Vertriebsleiter Volker Claus und Mediahaus-Geschäftsführer Jan Hendrik Walfort. (Bild: Bobst / Mediahaus)

Von der Akzidenzdruckerei zum Verpackungsspezialisten: Seit fast zwei Jahrzehnten baut die Mediahaus Walfort GmbH in Ahaus kontinuierlich den Geschäftsbereich Packaging Solutions aus – und macht heute mehr als 80 Prozent ihres Umsatzes mit hochwertigen Verpackungen. Vor einem Jahr hat das Unternehmen erneut investiert: in eine neue Druckmaschine, eine Flachbettstanze und eine Abpackanlage. Damit konnte das Mediahaus seine Prozesse nochmals deutlich optimieren.

Bobst Mediahaus Ahaus Jan Hendrik Walfort Geschäftsführer

Jan Hendrik Walfort führt das Mediahaus bereits in der zweiten Generation. (Bild: Heidelberger Druckmaschinen / Mediahaus)

„Wir sehen die Digitalisierung als Chance – sowohl für unser Unternehmen als auch für unsere Kunden. Wo immer es geht, digitalisieren, vernetzen und automatisieren wir unsere Prozesse“, erklärt Geschäftsführer Jan Hendrik Walfort, der das 1978 gegründete Familienunternehmen inzwischen in der zweiten Generation führt.

Druckmaschine ersetzt

In diese Philosophie passt auch das jüngste Investitionspaket des Unternehmens: Eine in die Jahre gekommene Speedmaster CD 102-5+L wurde durch eine neue Speedmaster CL 106-6+L mit Hycolor Pro und Bedruckstofferweiterung ersetzt. „Die neue Maschine hat bereits eine Leistungssteigerung im zweistelligen Prozentbereich erreicht“, konnte der Geschäftsführer schon nach wenigen Monaten feststellen.

Doch es ging dem Unternehmen nicht nur um eine höhere Leistung, sondern auch um mehr Nachhaltigkeit und eine höhere Anwendungsvielfalt durch die Vergrößerung des Materialspektrums. So ist die neue Offsetdruckmaschine unter anderem mit Hycolor Pro ausgestattet. Das neue Feature soll das parallele Waschen der Druckwerke zu anderen Rüstprozessen und auch das Farbwerkwaschen während der Produktion ermöglichen und so Einrichtezeit und -bögen reduzieren.

Bobst Mediahaus Ahaus Speedmaster XL 106-6+L Heidelberger Druckmaschinen

Die Speedmaster XL 106-6+L, die bei Mediahaus Ahaus seit gut einem Jahr im Einsatz ist, verfügt über Hycolor Pro sowie eine Bedruckstofferweiterung, um auch dickere Materialien bedrucken zu können. (Bild: Heidelberger Druckmaschinen AG / Mediahaus)

Als Sonderoption ist die Speedmaster XL 106-6+L bei Mediahaus zudem mit der Bedruckstofferweiterung ausgestattet. Dadurch lassen sich nicht nur 1 mm dicke Bedruckstoffe verarbeiten, sondern auch Materialien mit bis zu 1,6 mm Stärke. So hat das Unternehmen bereits die Bedruckung mit F- und E-Welle getestet.

Die Verarbeitung muss mitziehen

Doch für die Produktion von Faltschachteln und Co. braucht es mehr als nur den Druck – daher zogen parallel zur Druckmaschine auch eine neue Flachbettstanze Novacut 106 E sowie die vollautomatische Verpackungsanlage Cartonpack 4 des Schweizer Herstellers Bobst in die Produktion in Ahaus ein.

„Bei der Produktion von High-End-Verpackungen spielt der Stanzprozess eine Schlüsselrolle“, erklärt Jan Hendrik Walfort. „Wir wollten uns neu positionieren und die Bobst Novacut 106 E erfüllte unsere Anforderungen mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis“. Ausgestattet mit einer Reihe unterschiedlicher Stanzwerkzeuge erreicht die Flachbettstanze eine Leistung von 8000 Bogen pro Stunde.

Bobst Mediahaus Ahaus Bobst Flachbettstanze Novacut 2

Die neue Flachbettstanze Novacut 106 E von Bobst unterstützt nicht nur eine höhere Leistung, sondern vereinfacht auch die Bedienung. (Bild: Bobst / Mediahaus)

Von drei auf zwei Schichten

Damit konnte die Produktion von drei auf zwei Schichten umgestellt werden: „Dank des höheren Ausstoßes der Maschine und der kürzeren Rüstzeiten arbeiten wir jetzt in zwei Schichten und halten die dritte als Reserve für künftiges Wachstum“, fasst Walfort die Erfahrung der letzten Monate zusammen. „Wir haben erwartet, dass wir im Verglich zu unserer vorherigen Maschine 30 Prozent schneller rüsten können und wir sind auf dem besten Weg dahin.“ In jeder Schicht werden normalerweise zwischen drei und fünf Aufträge produziert.

Bobst Mediahaus Ahaus Marco Segeler Druckereileiter

Marco Segeler ist Druckereileiter bei Mediahaus. (Bild: Heidelberger Druckmaschinen / Mediahaus)

Für mehr freie Kapazitäten sorgen auch die Automatisierungsfunktionen wie etwa das integrierte Quick-Lock-System, die automatische Ver- und Entriegerlung der oberen Ausbrechwerkzeuge oder das Centerline-System zum Zusammensetzen, Positionieren und Zentrieren der Werkzeuge. Zuführung, automatische Non-Stop-Auslage und der automatische Stapelwechsel tragen ebenfalls ihren Teil bei. „Bei Produktionsgeschwindigkeiten von bis zu 8000 Bogen pro Stunde bleibt einfach keine Zeit für manuelle Eingriffe“, erklärt Druckereileiter Marco Segeler. Gerade mit der steigenden Anzahl kleinauflagiger Aufträge sei die Reduzierung der Rüstzeiten nochmals wichtiger geworden.

Positives Resümee

„Egal, ob die Aufträge groß oder klein sind – wir müssen sie so schnell und profitabel wie möglich produzieren. Unsere neue Technologien haben uns einen Leistungs- und Qualitätssprung ermöglicht und unterstützen die Flexibilität, für die unser mittelständische Unternehmen bekannt ist. Im Notfall können wir einen Auftrag in nur wenigen Tagen produzieren“, so Jan Hendrik Walfort.

Das Mediahaus in Ahaus bietet Dienstleistungen in den Bereichen Agentur, Foto & Film, E‑Commerce, Medienmanagement, Packaging sowie Druck & Logistik und ist heute in die zwei Leistungsbereiche Media Solutions und Packaging Solutions gegliedert, wobei die Verpackungsproduktion den Löwenteil ausmacht. Das Unternehmen beschäftigt dereit mehr als 150 Mitarbeiter.

Bobst Mediahaus Ahaus Eingang

Das Ahauser Unternehmen wurde 1978 gegründet und hat sich bis heute zu einem Verpackungsspezialisten entwickelt. (Bild: Heidelberger Druckmaschinen AG / Mediahaus)

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