Beim Papier geht es in die nächste Preisrunde

Papierhersteller erhöhen Preise

Papier wird teurer: Zahlreiche Papierhersteller und -großhändler haben Preiserhöhungen angekündigt. (Bild: pixabay.com/janeb13)

Mitsubishi HiTec Paper, Felix Schoeller, Igepa und die Koehler Group haben erneut angekündigt, ihre Preise anzuheben. Grund dafür seien die weiterhin steigenden Kosten für Rohstoffe, Transport und Energie, die durch die Preisanpassungen der letzten Monate nicht aufgefangen werden konnten. Inzwischen sind zudem noch weitere Papierhersteller und -großhändler dazugekommen.

  • Mitsubishi HiTec Paper werde damit bereits zum zweiten Mal den Preis für seine gestrichenen Spezialpapiere erhöhen. Das Plus soll bis zu 10 Prozent betragen und ab Juni gelten.
  • Felix Schoeller Group: Auch der Osnabrücker Spezialpapierhersteller wird mit Wirkung zum 1. Juni erneut die Preise anheben. Die Kostensteigerungen in allen für die Herstellung der Spezialpapiere benötigten Bereichen habe die letzte Preisanpassung längst wieder überstiegen, heißt es in der Erklärung des Unternehmens. Daher sollen auch bei Felix Schoeller die Preise ab Juni ja nach Produkttyp und Region um bis zu 15 Prozent teurer werden.
  • Koehler Group: Im gleichen Umfang, nämlich um bis zu 15 Prozent, erhöht auch die Koehler Group die Preise für ihre flexiblen Verpackungspapiere. Die Erhöhung soll zum 1. Juli in Kraft treten.
  • Igepa Group: Was die Papierhersteller aufschlagen, müssen auch die Papierhändler an ihre Kunden weitergeben. Die Igepa Group hatte bereits Ende Februar Preiserhöhungen für März – und auch für Juni angekündigt. Im Laufe des nächsten Monats sollen die Preise für grafische Papiere, Karton und Produkte für die Vorstufe und den Drucksaal um mindestens 8 % angepasst werden, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des Unternehmens.

 

  • Update vom 31. Mai: Auch Antalis hat angekündigt, die Preise in verschiedenen Produktbereichen weiter anpassen zu müssen. Darüber, welche Produkte genau betroffen sein werden, ab wann die höheren Preise gelten oder welchen Umfang die Erhöhungen haben werden, ist jedoch bisher nichts bekannt.
  • Update vom 4. Juni: Erhebliche Preiserhöhungen hat inzwischen auch der niedersächsische Spezialpapierhersteller Drewsen angekündigt. Ab 1. Juli sollen die Preise für die ungestrichenen, holzfreien Papiere in „erheblichen Umfang“ steigen. Wie erheblich die Preiserhöhung genau ausfallen wird, ist bisher jedoch nicht bekannt.
  • Update vom 10. Juni: Aufschläge zwischen 8 und 15 % hat auch Mondi angekündigt. Die neuen Preise sollen ab dem 5. Juli gelten und für die meisten der „in Österreich und der Slowakei produzierten ungestrichenen Feinpapiersorten“ gelten.
  • Update vom 14. Juni: Auch Inapa Deutschland will im Laufe des Julis seine Preise erhöhen. Die Anpassungen sollen sich über das gesamte Sortiment erstrecken und zwischen 6 bis 8 % betragen.
  • Update vom 23. Juni: Sappi erhöht die Preise für seine Inkjet- und Sublimationspapiere Transjet und Basejet  um 8 bis 15 %. Die neuen Preise sollen bereits auf Lieferungen ab 1. Juli gelten.
  • Update vom 24. Juni: Erneute Preisanpassungen ab dem 1. Juli hat auch Fedrigoni für seine Feinst- und Spezialitätenpapiere angekündigt. Die Anpassung soll weitere 3 % betragen. Weiterreichende Anpassungen durch alle Produktgruppen stünden zudem bereits im Raum und müssten in Abhängigkeit der Marktentwicklung entschieden werden, heißt es weiterhin.

 

Der Papiermarkt steht aufgrund der Rohstoff-Verknappung und -verteuerung sowie durch die höheren Preise für Logistik und Transport schon seit Monaten unter Druck. Bereits im Frühjahr wurden daher erste Preiserhöhungen von Papierherstellern und -großhändlern angekündigt, weitere folgten im April. Mit den neuerlichen Ankündigungen erhöhen manche Hersteller bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate ihre Papierpreise.

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