„Wir halten an unseren Erweiterungsplänen fest“

Andreas Voigt PureOrange

Andreas Voigt, Geschäftsführer des Digitaldruck- und Werbetechnik-Spezialisten PureOrange in Spremberg, blickt trotz der corona-bedingt angespannten Lage am Markt positiv in die Zukunft.

Die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Firmenjubiläum fallen in diesem Jahr zwar corona-bedingt ins Wasser – aber davon lässt sich Andreas Voigt, Gründer und Geschäftsführer der Voigt Werbetechnik und der Marke PureOrange nicht entmutigen: „Dann feiern wir eben im nächsten Jahr unser 31-Jähriges groß.“ Viel Zeit für große Feste bliebe dem Werbetechnik-Spezialisten mit Sitz im brandenburgischen Spremberg gerade sowieso nicht, denn zu tun gibt es dank eines Neubaus und eines geplanten Onlineshops genug.

Wie so viele Unternehmen hat der Lockdown auch Andreas Voigt und sein zwölfköpfiges Team von PureOrange nicht verschont. „Wir sind in den letzten Jahren konstant gewachsen, aber als Corona kam, hatten wir natürlich auch Einbußen. 50 Prozent, am Anfang sogar 60 Prozent“, erinnert sich der Geschäftsführer. Nach kurzzeitigem Herunterfahren der Produktion und Kurzarbeit hat das Unternehmen inzwischen aber wieder ordentlich zu tun.

„Seit Juli geht es bergauf. Alle Mitarbeiter sind wieder voll beschäftigt und viele der Aufträge, die die Kunden zu Beginn des Lockdowns auf Eis gelegt hatten, konnten wir inzwischen umsetzen“, so Voigt. Spuren werden die vergangenen Monate dennoch hinterlassen: „Wir werden Corona nicht ausgleichen können. Das Jahr ist praktisch durch – aber wir arbeiten daran, dass wir nächstes Jahr wieder durchstarten können. Wir haben die Zukunft fest im Blick und schauen nach vorne, nicht zurück.“

Die Zukunft steht auf Erweiterung

Dass sich der PureOrange-Geschäftsführer auf die kommenden Monate und das nächste Jahr freut, liegt aber nicht nur daran, dass er generell eher Optimist als Pessimist ist. Denn am Standort Spremberg wird mit Hochtouren an der Erweiterung der Produktionskapazitäten gearbeitet – und das nicht erst seit diesem Jahr.

„Wir haben in den letzten Jahren schon viel in Maschinen investiert und immer wieder im Betrieb um- und ausgebaut. Hier eine Wand raus, dort ein kleines Lager angebaut. Das war ein schrittweiser Prozess, den wir schon seit 2016 verfolgen. Durch die Bauarbeiten wäre die Produktion in diesem Jahr zwischenzeitlich sowieso immer wieder mal eingeschränkt gewesen“, so Voigt. Doch da die Möglichkeiten am vorhandenen Gebäude trotz aller Umbaumaßnahmen irgendwann ausgeschöpft waren, findet das wohl größte Projekt derzeit direkt nebenan statt: „Wir haben noch weit vor Corona ein Nachbar-Grundstück gekauft. Dort errichten wir gerade eine 350 m2 große Halle, um weitere Räumlichkeiten zu schaffen. Wir brauchen Platz. Darum investieren wir auch trotz Corona weiter und halten an unseren Erweiterungsplänen fest.“

  • PureOrange Werbetechnik Digitaldruck Großformatdruck Produktion
    Bei PureOrange wird unter anderem mit den Latex-Großformatdruckern von HP produziert. (Bild: PureOrange)
Mehr Raum für die Konfektionierung

In der neuen Halle, die noch im Laufe des Jahres fertiggestellt werden soll, wird vor allem die Konfektionierung einziehen. „Nähmaschinen, Schweißmaschinen, das Tafeln und Umtafeln, all das wird künftig dort erledigt. Außerdem wird es genügend Platz zum Ausbreiten der Banner geben“, erklärt Andreas Voigt. Darüber hinaus wird die neue Halle die Möglichkeit bieten, dass große Fahrzeuge und sogar LKW direkt einfahren und beschriftet werden können. „Die Dienstleistung haben wir schon immer angeboten, mussten dafür aber mitunter auf Autohäuser mit großer Werkstatteinfahrt ausweichen. So aber werden wir LKW und größere Fahrzeuge direkt bei uns beschriften können, was uns nochmal flexibler macht.“

Onlineshop und Relaunch

Ausgebaut wird aber nicht nur die physische Präsenz von PureOrange, sondern auch die in der digitalen Welt: „Wir wollen noch mehr in den Markt reingehen, die Werbetrommel stärker rühren und die Prozessschritte, Auftragserteilung und Co., für unsere Kunden vereinfachen. Darum arbeiten wir gerade an einem Onlineshop. Zusätzlich haben wir die Corona-Zeit genutzt und unser Logo sowie unsere Website relaunched“, erklärt der Geschäftsführer. Online gehen soll beides – die neu gestaltete Website sowie der Onlineshop – ebenfalls noch in diesem Jahr.

Vom kleinen Plotter zur XXL-Produktion

Fest steht schon jetzt, dass es ein ziemlich umfangreicher Webshop wird – denn auch die Produktpalette von PureOrange umfasst im Grunde genommen alle Disziplinen der Werbetechnik: Von klassischen Plakaten, Bannern, Roll-ups oder Fahnen, über Abhänger und Messeaufsteller bis hin zu Acrylschildern, Aluminiumverbundschildern, Fahrzeugverklebungen, Spannrahmen oder LED-Systemen oder Leuchtreklame, um nur einige zu nennen.

Dabei hat sich das Unternehmen darauf spezialisiert, eine größere Material-, Format- und Fertigungsvielfalt anzubieten als es die meisten standardisierten Onlineanbieter können. „Wir verarbeiten weit mehr Materialien als nur Banner und Mesh. Wir können zum Beispiel zwei Meter breite Selbstklebefolien bedrucken und auch laminieren, weil wir einen entsprechend großen Laminator dafür haben“, so Voigt. Um eine derlei breite Range abzubilden, hat sich PureOrange über die Jahre hinweg einen ebenso großen Maschinenpark aufgebaut.

Was im Mai 1990 (noch mit DDR-Stempel im Gewerbeschein) und schließlich im September 1990 mit einem kleinen Plotter und einer Computeranlage begonnen hat, bei der das Grafikprogramm auf MS-Dos basierte und gerade mal 20 Schriften zur Verfügung standen, ist 30 Jahre später ein modern ausgestatteter Betrieb.

„Wir haben hier am Standort einen fünf Meter UV-Drucker von Matan, einen 3,2 m breiten Latex 1500 von HP, einen Latex 570, einen großformatigen Plattendrucker, ein Drucksystem von Roland, eine Sublimations-Druckmaschine und einen T-Shirt-Drucker. In der Konfektionierung sind wir mit einer 2 x 3 m großen Fräse, automatischen Ösmaschinen, Nähmaschinen, Schweißmaschinen und den klassischen Verfahren ausgestattet“, zählt der Schilder- und Lichtreklamehersteller-Meister auf. Darüber hinaus ist das Team von PureOrange auch zur Stelle, wenn es um die Montage der Produkte geht. „Schließlich ist es unser Ziel, unseren Kunden ein Gesamtpaket zu liefern.“

PureOrange Werbetechnik Digitaldruck Textildruck Produktion

Die Konfektionierung macht die Drucke erst zu den Produkten, die sie sein sollen. PureOrange verfügt dafür über sämtliche Gerätschaften, die dafür notwendig sind. So gehören unter anderem auch Nähmaschinen zur Ausstattung. (Bild: PureOrange)

Veröffentlicht von: 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Die Tinte muss Imprägnierung, Druck und hohe Temperaturen aushalten

Vor kurzem hat Agfa mit der InterioJet 3300 ein neues Drucksystem vorgestellt, das auf der Jeti Tauro aufsetzt, aber mit wasserbasierenden Tinten arbeitet. Es ist speziell für den Druck von Dekoren für die Inneneinrichtung entwickelt worden. Sign&Print hat bei Tom Cloots, Director Industrial Inkjet bei Agfa nachgefragt, welche besonderen Anforderungen dieser Markt an eine Druckmaschine hat.

Veröffentlicht von: 

Bessere Preise dank digitaler Druckveredelung

Um für einen Druckauftrag einen höheren Preis durchzusetzen, muss es schon etwas mehr sein als der klassische Vierfarbdruck, denn der reicht längst nicht mehr aus. Kommen spezielle Effekte und digitale Veredelungen zum Einsatz, seien Druckkunden laut einer Untersuchung von Keypoint Intelligence bereit, zwischen 24 und 89 Prozent mehr zu bezahlen. Konica Minolta und MGI bieten genau dafür die entsprechenden Systeme zur digitalen Druckveredelung an. 

Veröffentlicht von: 

Onlineprinters investiert in zwei Inkjet-Rollensysteme

Die Onlineprinters GmbH baut ihren Maschinenpark am Produktionsstandort Neustadt a.d. Aisch weiter aus. Nach zwei HP Indigo 100K in der ersten Jahreshälfte hat das Unternehmen nun in zwei Rollendrucksysteme investiert. Die beiden HP Pagewide Web Press T250 HD, die erst im Frühjahr vorgestellt wurden, sollen unter anderem zur Produktion von Broschüren und Werbedrucken zum Einsatz kommen.

Veröffentlicht von: 

Nachhaltiges POS-Konzept setzt „Marmetube“ in Szene

Damit neue Produkte nicht in der Masse untergehen, sondern gesehen werden, brauchen sie Unterstützung. Und das nicht nur mit einem ansprechenden Design, sondern auch mit einer aufmerksamkeitsstarken Präsentation im Einzelhandel. Der Northeimer Verpackungsspezialist Thimm hat für das Hamburger Start-up „Marmetube“ ein nachhaltiges POS-Konzept aus Wellpappe entwickelt, das Versand- und Regalverpackung miteinander kombiniert.

Veröffentlicht von: 

Mit der „2-in-1-Druckmaschine“
ist die Produktion effizienter

Auf Banner, Textilien oder Acryl zu drucken ist für Werbetechniker und Großformatdruckereien ein Leichtes. Kniffliger sind da schon Materialien wie Metall, Holz oder Glas. Bei der Schaa GmbH im Mühlhausen kommt beides zusammen, denn hier gehören anspruchsvolle Aufträge ebenso dazu wie die „Klassiker“. Im Mai hat das baden-württembergische Unternehmen zudem in einen Hybriddrucker Anapurna H3200i LED von Agfa investiert und die Produktionsmöglichkeiten damit nochmals ausgebaut.

Veröffentlicht von: 

Kama: Neue Lösung für das Inline-Prägen von Braille-Schrift

Mit „AutoBraille“ hat der Dresdner Maschinenhersteller Kama ein neues Modul für seine Faltschachtelklebemaschine FF 52i auf den Markt gebracht. Bei der neuen Lösung zum Inline-Prägen von Brailleschrift ist das Prägeradpaar auf der vollen Breite der Maschine automatisch einstellbar. Das soll unter anderem die Produktion vereinfachen und Zeit in der Kalkulation einsparen helfen.

Veröffentlicht von: 

Kompakter 3D-Drucker für einen leichteren Marktzugang

Mit dem 3DUJ-2207 hat Mimaki einen neuen kompakten 3D-Drucker mit UV-Härtung angekündigt. Er kombiniert, so der Hersteller, die Farbvielfalt und Fertigungsqualität des größeren 3DUJ-553 mit einem geringeren Platzbedarf und soll durch sein Preis-Leistungsverhältnis neuen Nutzergruppen den Zugang zum 3D-Markt ermöglichen. Verfügbar ist der 3DUJ-2207 ab Januar 2021.

Veröffentlicht von: 

Summa vereinfacht die Produktion auf seinen Rollen-Schneideplottern

Der belgische Hersteller von Schneideplottern Summa hat ein neues Softwaremodul für seine Rollenschneidsysteme entwickelt. „GoSign“ ist ein Produktionstool auf Windows-Basis, das als Brücke zwischen Design-Software und Rollenschneider fungiert. Es soll sich an die Workflows der Anwender anpassen lassen und Funktionen zur Effizienzsteigerung und Automatisierung bieten.

Veröffentlicht von: 

Bei „mockupz“ entstehen Verpackungs-Prototypen mit viel Liebe zum Detail

Verpackungen sollen ihren Inhalt nicht nur schützen, sondern auch die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich ziehen. Bevor ein Produkt in den Handel kommt, sind daher vor allem Kreative gefragt – und Menschen wie Ron Süßmann, der mit dem Digitaldruck, jeder Menge Fingerspitzengefühl und viel Liebe zum Detail Verpackungs-Prototypen – so genannte Mockups – herstellt. Dabei reicht das Leistungsspektrum seines Unternehmens, das passenderweise „mockupz“ heißt, von Etiketten über Faltschachteln, flexible Verpackungen und Shrink Sleeves bis hin zum Blechdruck und der 3D-Simulation (CGI Rendering).

Veröffentlicht von: