Wenn Großformatdruck auf AR trifft, erwacht Kunst zum Leben

Wer in die Details des Gemäldes „Die Kreuzigung Christi“ eintauchen will, kann das ab 28. Oktober in der Sonderschau „When Art Comes To Life“ in der Bundeskunsthalle in Bonn. Das Replikat des Gemäldes wurde digital auf dem UJV55-320 von Mimaki gedruckt. (Bild: Mimaki)
In der Augmented-Reality-Sonderschau „When Art Comes To Life“ wird Kunst mit Hilfe des Großformatdrucks ganz neu erlebbar. Die Sonderschau, die im Rahmen der Ausstellung „Max Klinger und das Kunstwerk der Zukunft“ in der Bundeskunsthalle in Bonn ab 28. Oktober zu sehen sein wird, zeigt ein digital gedrucktes Replikat des Gemäldes „Die Kreuzigung Christi“ und lässt die Besucher dank AR und Audioguide in die Details eintauchen. Der Großformatdruck entstand auf einem UV-Inkjetsystem von Mimaki.
Vom 28. Oktober bis zum 20. Dezember sollen angemeldete Besucher jeden Mittwoch und Sonntag die Möglichkeit erhalten, mit einer AR-Brille (Augmented Reality) in die Tiefen des Gemäldes „Die Kreuzigung Christi“ (1888 – 1892) eintauchen zu können. Ein Audio-Guide gehört ebenso zur 15-minütigen „Führung“.
Wie das Projekt entstanden ist
Für die Sonderschau wurde extra ein Replikat des Gemäldes im Maßstab 1:1 angefertigt. Das 251 x 465 cm große Kunstwerk wurde auf einem UV-LED-Großformatdrucker UJV55-320 von Mimaki auf ein Kunststoffgewebe gedruckt. Das sei notwendig gewesen, weil das Replikat später in einem Spannrahmen fixiert werden sollte.
Anforderungen an den Druck
Hohe Anforderungen hat es laut Mimaki auch an die Bildschärfe gegeben, denn über die AR-Brille sollten die einzelnen Objekte des Gemäldes in allen Details erkennbar sein. Zwei Mimaki-eigene Technologien des UJV55-320 seien daher besonders wichtig gewesen: Die MAPS-Technologie (Mimaki Advanced Pass System), die Streifenbildung durch versetzt angeordnete Tintentropfen vermeiden und für einen natürlichen Farbverlauf sorgen soll, sowie die MFD-Technologie (Mimaki Fine Diffusion) für ein reduziertes Bildrauschen.

Gedruckt wurde mit LED-UV-härtenden Tinten auf ein Kunststoffgewebe. Der Druck fand bei Mimaki in München auf dem UJV55-320 statt. (Bild: Mimaki)
Darüber hinaus sorgten die UV-Tinten und die LED-basierte Aushärtung dafür, dass der Druck auf dem Kunststoffgewebe sofort fixiert war und weiterverarbeitet werden konnte. „Wir freuen uns sehr, einen Beitrag für eine öffentliche Kultureinrichtung leisten zu dürfen und hoffen, dass noch mehr Museen die Möglichkeit von Digitaldruck erkennen“, kommentiert Projektpartner Rupert Pinzel von der Mimaki Deutschland GmbH.
Großformatdruck trifft auf Technologie
Neben dem digital gedruckten Replikat von Mimaki haben sich noch weitere Firmen an dem Kunstprojekt beteiligt: Die AR-Brille lieferte Nreal Technology Limited, die grafische Darstellung sowie die technische Umsetzung übernahmen die Deutsche Telekom AG und die T-Systems Multimedia Solutions GmbH.
Wann ist die Sonderschau zu sehen?
Die aktuelle Ausstellung „Max Klinger und das Kunstwerk der Zukunft“ ist noch bis zum 31. Januar in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen. Dort werden rund 200 Werke des als Pionier des deutschen Symbolismus geltenden Künstlers ausgestellt. Die Augmented-Reality-Sonderschau „When Art Comes To Life“ ist vom 28. Oktober bis zum 20. Dezember geöffnet.
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