Fujifilm legt seine Acuity-Großformatdruck-Serie neu auf
Fujifilm hat sich eine neue Strategie für seine Großformatserie Acuity gegeben. Unter dem Ansatz „neue Blaupause fürs Großformat“ wurde das Angebot, wie der Hersteller erklärte, grundlegend überdacht und neu konzipiert. Ein erstes Ergebnis der neuen Strategie ist unter anderem der neue Flachbettdrucker Acuity Prime.
„Immer wieder das Gleiche mit kleinen Verbesserungen reichte einfach nicht mehr aus“, erklärt David Burton, Business Director bei Fujifilm WFIJ HQ und Marketing Director bei Fujifilm WFIJ EMEA. „Gefragt war etwas grundlegend Neues. Wir trafen die strategische Entscheidung, unser Acuity-Großformatangebot zu überdenken und uns dabei auf neue Möglichkeiten zur Verbesserung des Werts, der Vielseitigkeit und des Bedienkomforts zu konzentrieren.“
Bei der Entwicklung des neuen Flachbetdruckers Acuity Prime sei ein Schwerpunkt daher auf der Optimierung des Preis-Leistungsverhältnisses gelegen.
Das Drucksystem, das sowohl flexible wie auch starre Medien bedrucken kann, wurde mit Blick darauf unter anderem mit einem LED-Härtungssystem ausgestattet, das über eine Luftkühlung verfügt, da eine Wasserkühlung vergleichsweise teuer sei. Zudem komme der Flachbettdrucker mit einem einphasigen 25-Ampere-Netzanschluss aus, was wiederum die Betriebskosten senken soll.
Leistunsgsparameter
Zwei Modelle der Acuity Prime wurden angekündigt: Die Acuity Prime 20, die mit vier bis sechs Farbkanälen konfiguriert werden kann und die Acuity Prime 30, die bis zu sieben Farbkanäle bereithält. Dabei kommen in beiden System die neu entwickelten UV-LED-härtenden Uvijet-HM-Tinten zum Einsatz, die auf einer Vielzahl von Substraten haften und einen großen Farbraum liefern soll. Zu weiteren Verbesserung der Tintenhaftung, vor allem auf schwierigen Substraten, sei zudem ein jettbarer Primer verfügbar. Dieser soll die Vorbehandlung der Materialien überflüssig machen. Neben den Prozessfarben CMYK und dem Primer sind zudem Weiß und ein Lack verfügbar.
Die Druckauflösung ist im Fine-Art-Modus mit 726 x 1.200 dpi angegeben, die maximale Druckgeschwindigkeit mit 150 m²/h (Sketch-Modus, Acuity Prime 30). Dafür kommen Rico-Gen-5-Graustufen-Druckköpfe mit einer variablen Tröpfchengröße zwischen 7 und 21 pl zum Einsatz. Der Druckbereich der Acuity-Prime-Flachbettdrucker beträgt 2,54m x 1,27. Beim Druck auf starren Materialien werden bis zu 51 mm Medien unterstützt.
Praktische Verbesserungen
Der Bedienkomfort soll sich durch Verbesserungen an mehreren Stellen zeigen: So sollen die Registerstifte nun per Tastendruck bedienbar sein und eine einfache, aber genaue Platzierung des Substrats ermöglichen. Für einen geringeren Maskierungsaufwand und kürzere Rüstzeiten sorgen laut Fujifilm zudem fünf auf gängige Formate zugeschnittene Substratzonen. Niedrige Tintenstände werden per LEDs angezeigt, die Tintenbeutel selbst sollen sich leichter wechseln lassen.
Es gibt aber auch ganz praktische Neuerungen, wie etwa eine integrierte Ablage für Werkzeuge und einen Schrank an der Maschinenvorderseite, um Schutzausrüstung, persönliches Gegenstände oder Erste-Hilfe-Käste zu verstauen. Neu gestaltet wurde zudem die Bedienoberfläche der Software.
„Die Acuity Prime ist für uns Weiterentwicklung und Neuanfang in einem.“, erklärt Anda Baboi, Marketing Manager von Fujifilm WFIJ. „Was sie von allen unseren bisherigen Entwicklungen unterscheidet, ist das Ausmaß an kreativer Freiheit bei jedem Aspekt des Designs und der Entwicklung.“ Dadurch habe der Hersteller viele praktische und technische Hürden überwinden und das System an den in der neuen Strategie gesetzten Ziele ausrichten können.
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