Grafische Werkstätte setzt komplett auf den Digitaldruck

Grafische Werkstätte BruderhausDiakonie Jet Press 750S

Nach 30 Jahren Offsetdruck-Produktion hat das Unternehmen komplett auf den Digitaldruck umgestellt. (Bild: Fujifilm/Grafische Werkstätte Reutlingen)

Bei der Grafischen Werkstätte in Reutlingen geht es um mehr als nur Druck. Denn das Unternehmen, das zur BruderhausDiakonie gehört und Menschen mit Handicap beschäftigt, richtet sein Tun ganz am Leitsatz „Teil haben. Teil sein“ aus. Um selbst – im übertragenen Sinne – weiterhin ein wettbewerbsfähiger Teil der Branche zu sein, hat die Grafische Werkstätte ihre Produktion zuletzt komplett auf den Digitaldruck umgestellt. Nachdem gut 30 Jahre lang im Offsetdruck produziert wurde, ist vor knapp eineinhalb Jahren eine Jet Press 750S von Fujifilm in den Drucksaal eingezogen.

„Wir hatten seit vielen Jahren Offsetmaschinen im Einsatz, doch uns war klar, dass wir nur durch die Umstellung auf Digitaldruck wettbewerbsfähig bleiben konnten“, erklärt Sozialdezernent und Werkstattleiter Andreas Bauer. „Bei unseren bestehenden Aufträgen ging die Nachfrage zurück, während sie für Kleinserien mit einem hohen Grad an Personalisierung stieg. Wir erkundigten uns bei anderen Druckereien, welche Erfahrungen sie mit dem Digitaldruck gemacht hatten, und da wurde immer wieder ein Name genannt: Jet Press.“

Hohe Erwartungen

Auf der Drupa 2016 hat Bauer das B2-Bogeninkjetdrucksystem von Fujifilm erstmals in Aktion gesehen, damals war es noch die Jet Press 720S. „Als wir uns für die Investition entschieden, war das Nachfolgermodell Jet Press 750S auf dem Markt“, so Bauer.

Grafische Werkstätte Reutlingen BruderhausDiakonie Andreas Bauer

Andreas Bauer ist Werkstattleiter der Grafischen Werkstätte der BruderhausDiakonie und Sozialdezernent. (Bild: Grafische Werkstätte Reutlingen)

Die Erwartungen an die neue Technik waren hoch, denn die neue Maschine sollte nicht nur zuverlässig und produktiv sein, sondern vor allem das Qualitätsniveau des Offsetdruckes erreichen, das man bei der Grafischen Werkstätte nach 30 Jahren Offsetdruck gewöhnt war. „Wir produzieren unsere Erzeugnisse mit höchster Druckqualität“, erklärt Andreas Bauer.

Druckprodukte aller Art

Dabei umfasst das Portfolio der Grafischen Werkstätte Reutlingen das gesamte Spektrum der klassischen Akzidenz: Geschäftsdrucksachen, Broschüren, Magazine, Poster, Grußkarten, Kalender, Mailings und sogar Verpackungen und Mockups – mit zusätzlicher Veredelung, Stanzung oder Prägung oder auch ohne. „Wir drucken seit über 30 Jahren für Industrie, Organisationen, Behörden und Kirchengemeinden und die Verbindung moderner Drucktechniken mit professionellem Service ist die Grundlage unseres Erfolgs“, erklärt der Werkstattleiter.

Neue Aufträge gewonnen

Seitdem das Unternehmen auf den Digitaldruck setzt – neben der Jet Press 750S von Fujifilm sind auch Systeme von Ricoh im Einsatz – ist auch das Produktespektrum noch einmal gewachsen, denn durch die höhere Flexibilität der Digitaldruck-Technologie sind auch Kleinserien und personalisierte und individualisierte Produkte bis zur Auflage 1 kein Problem mehr – ebenso wie extrem kurzfristige Druckjobs. „Unsere Investition in die Jet Press ermöglicht die Erfüllung von Just-in-Time-Aufträgen, was früher undenkbar gewesen wäre“, so Bauer.

Mit ihrer Zuverlässigkeit, Produktivität und Druckqualität erfülle die Jet Press 750S alle Erwartungen des Werkstattleiters und seines Teams. „Sie eignet sich hervorragend für kleine und mittlere Auflagen. Unsere Kunden erwarten höchste Qualität und sind dies von unseren Offsetmaschinen gewohnt. Jetzt können wir sogar noch bessere Drucke produzieren, was die Kunden nach Ansicht ihrer Prüfdrucke bestätigen“, erklärt Andreas Bauer.

„Mit der Jet Press ist die Qualität unserer Drucke besser, die Produktionszeit kürzer und wir konnten unser Sortiment um Produkte erweitern, deren Druck uns bis dahin nicht möglich war. Dank der hohen Farbstabilität, insbesondere auf unbeschichteten Substraten, konnten wir sogar neue Aufträge gewinnen.“

Weitere Vorteile seien zudem die kürzeren Rüstzeiten des B2-Inkjetdrucksystems, die niedrigere Makulatur und der hohe Grad an Automatisierung, durch den sich die Mitarbeiter immer mehr auch anderen Arbeiten widmen können.

Nachhaltigkeit ist Top-Thema

Doch auch ein anderer Aspekt habe bei der Investition eine wichtige Rolle gespielt und das ist die Umweltfreundlichkeit. „In der BruderhausDiakonie möchten wir bis 2021 klimaneutral produzieren. Nachhaltigkeit und der schonende Umgang mit Ressourcen sind integraler Bestandteil unserer Geschäftsphilosophie und glücklicherweise fügt sich die Jet Press nahtlos in das Konzept ein. Die wässrigen Tinten gestatten ein einfaches Recycling der Druckerzeugnisse und dank der geringen Chemikalienemissionen sorgt die Jet Press außerdem für Arbeitssicherheit im Drucksaal. Wir hoffen, bald auch behinderte Mitarbeiter an der Jet Press 750S einzusetzen. Angesichts der einfachen Bedienung sollte das problemlos möglich sein“, ist sich der Werkstattleiter sicher.

Grafische Werkstätte Reutlingen BruderhausDiakonie Druckbeispiele

Die Grafische Werkstätte der BruderhausDiakonie produziert klassische Akzidenzen und auf Wunsch sogar individualisiert und veredelt. (Bild: Fujifilm/Grafische Werkstätte Reutlingen)

Sein Resümee zur Umstellung der Produktion auf digitale Drucktechnologien fällt entsprechend positiv aus: „Der Inkjetdruck bietet ein Riesenpotenzial und die Investition in die Jet Press 750S gehört zweifelsohne zu den besten Entscheidungen, die wir je getroffen haben.“

Was macht die Grafische Werkstätte aus?

Die Grafische Werkstätte Reutlingen wurde 1975 durch den Freundeverein der Gustav-Werner-Stiftung gegründet und 1991 in die Bruderhaus-Werkstätten der BruderhausDiakonie übernommen. „Die BruderhausDiakonie ist eine gemeinnützige Organisation mit langer Tradition“, erklärt Andreas Bauer.

„Noch heute folgen wir dem Motto unseres Gründers Gustav Werner ‚Was nicht zur Tat wird, hat keinen Wert‘. Wir sind bestrebt, unsere Einrichtungen ansprechend und familienfreundlich zu gestalten und bilden unsere Mitarbeiter umfassend aus. Wir haben rund 5.000 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten in Baden-Württemberg und unser Ziel ist es stets, den Menschen die Teilnahme an Arbeit und Bildung zu ermöglichen.“

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