Nachwuchs in der Druckindustrie: Ausbildungszahlen gehen zurück

BVDM Medientechnologe Druckverarbeitung

Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der Druck- und Medienindustrie ist gesunken. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des BVDM. (Bild: BVDM)

Die Ausbildungszahlen in der deutschen Druck- und Medienlandschaft sind im Corona-Jahr 2020 deutlich gesunken. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge lag nach aktuellen Informationen des Bundesverbandes Druck und Medien (BVDM) 22,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahres 2019. 

Wie der BVDM erklärt, seien im vergangenem Jahr 3.271 neue Ausbildungsverträge in den Druck- und Medienberufen abgeschlossen worden – 942 weniger als 2019, was einem Minus von 22,4 Prozent entspricht. Gesunken sei zudem die Zahl der Gesamtausbildungsverträge über alle drei Lehrjahre hinweg. Sie lag mit 10.256 Ausbildungsverhältnissen um 11,6 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Fehlende Informationsmöglichkeiten für Jugendliche

Die rückläufige Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt hatte sich bereits im Oktober 2020 in einer BVD-Umfrage zur Aus- und Weiterbildungssituation angedeutet. Damals hatten 36 Prozent der befragten Unternehmen angegeben, aufgrund der Corona-Krise keine Lehrlinge eingestellt zu haben.

Parallel dazu sei nach Einschätzung des BVDMs zugleich die Zahl der interessierten Jugendlichen zurückgegangen, was der Verband vor allem auf den Wegfall von Berufsmessen, Schulbesuchen und Betriebspraktika zurückführt. Digitale Angebote hätten diese Lücke bisher nicht schließen können. Es zeichne sich jedoch, dass auch nach der Pandemie die Ansprache der Jugendlichen verstärkt digital erfolgen sollte.

Ausbildungsverträge Druckindustrie 2019-2020

Sowohl die Zahl der Neuverträge wie auch die Gesamtszahl aller Ausbildungsverhältnisse in der deutschen Druck- und Medienindustrie ist zuletzt zurückgegangen. (Bild: BVDM/jg)

Bundesprogramm zur Ausbildungs-Förderung

Der Bundesverband weist in seiner Mitteilung darauf hin, dass Betriebe das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ nutzen können. Dieses sei auf das Ausbildungsjahr 2021/22 ausgeweitet worden und soll Betrieb in der pandemiebedingten, schwierigen Situation im Bereich des Nachwuchses unterstützen. Darüber hinaus sei für Ausbildungsverhältnisse ab dem 1. Juni 2021 die Ausbildungsprämie verdoppelt worden – bei gleichzeitiger Absenkung der Zugangskriterien.

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